Ein offenes Geheimnis

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Nach der überstürzten und vom Bundesverwaltungsgericht als illegal beurteilten Herausgabe von Bankkundendaten an die USA steht die Schweiz erneut unter gewaltigem Druck. Wieder geht dieser von einem Land aus, welches – wahrscheinlich zu Recht – hinterzogene Steuergelder in Milliardenhöhe auf Schweizer Bankkonten vermutet. Die deutsche Regierung scheint gewillt, einem Datendieb eine CD mit detailierten Angaben zu deutschen Steuersündern abzukaufen. Dass die deutsche Regierung nicht davor zurückschreckt, Geschäfte mit Kriminellen zu machen, veranschaulicht nicht nur den Zustand der Politkultur in unserem Nachbarland sondern auch die gähnend leeren Kassen des deutschen Staates. Deutschlands moralische, rechtliche und finanzielle Probleme sind jedoch bedeutungslos im Vergleich zur fundamentalen Systemkrise, welche die Schweiz erfasst hat. Weiterlesen »

Alle lieben Roger! Alle?

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Beim Durchblättern der Kommentare, die anlässlich des 16. Grand-Slam-Siegs im Gästebuch von Roger Federer einschlugen, fielen zwei Kommentare von indischen Fans auf. Vidhya Shankar schreibt:

What finish !! Except the commentary everything is sensational today. Heart almost stopped in the last 2 points. Congratulations and hope you show the same form in ATP Masters also. Weiterlesen »

Direkte Bundesratswahl – hemmungslose Demokratie

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Die Initiative, welche die direkte Wahl des Bundesrates durch das Volk in der Verfassung verankern möchte, wird die Schweizer Stimmbürger in absehbarer Zukunft beschäftigen. Seit 1848 war die Wahl des Bundesrates Sache der Vereinigten Bundesversammlung, die sich aus den beiden Kammern des Parlaments, dem National- und Ständerat, zusammensetzt. Die höchste legislative Instanz wählt die Mitglieder des höchsten exekutiven Bundesorgans. Nach über 160 Jahren will die von der SVP lancierte Initiative diese Verantwortung dem Stimmvolk übertragen. Die Schweizer Stimmbürger werden mit der heiklen Aufgabe konfrontiert, entweder die eigenen Rechte weiter auszubauen oder die vorhandene Beschränkung zu betonieren. Weiterlesen »

Internet Explorer – Ein Nekrolog

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Krieg! Browserkrieg!

Als Anfang der Neunziger Jahre das Internet zunehmend Bedeutung gewann, entwickelte eine junge Firma eine Software, welche es ermöglichte, strukturierte Inhalte von einem entfernten Server abzurufen und darzustellen. Die Firma hiess Netscape und die Software Netscape Navigator. Es war der erste Webbrowser, der sich rasant verbreitete und schon bald auf jedem internettauglichen Computer lief. In den Anfängen beherrschte Netscape Navigator nur die rudimentäre Darstellung von Text und Bild. Aber das grenzte schon fast an ein Wunder! Die Software-Firma Microsoft war in kürzester Zeit zu einem Riesenkonzern gewachsen und reagierte dementsprechend behäbig auf die Zeichen der Zeit. Es dauerte Jahre, bis die Chefetage von Microsoft das gewaltige Potential des Internets erkannte. Dann aber begriffen die Entscheider von Microsoft, dass der Schlüssel zur Herrschaft über das junge Internet besitzt, wer die Technologien und Standards dieses Mediums kontrolliert. Mircosoft startete die Entwicklung eines eigenen Webbrowsers und gab ihm den Namen Internet Explorer. Damit begann, was als Browserkrieg in die Geschichte eingehen sollte. Netscape, welche den Browser-Markt jahrelang dominierte, wurde vom Giganten Microsoft in einem ungleichen Kampf niedergerungen. Der Netscape Navigator versank langsam in der Bedeutungslosigkeit. Die Entwicklerfirma Netscape wurde von AOL geschluckt, welche später selber im sich konsolidierenden IT-Markt vom Medienkonzern Time Warner übernommen wurde. Der Internet Explorer ging vorerst als unangefochtener Sieger aus dem Browserkrieg hervor. Weiterlesen »

Rive-Reine: Lobbying im Geheimen

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Jährlich treffen sich die Spitzen aus Wirtschaft und Politik am Genfersee im noblen Palast Rive-Reine, welcher heute als Schulungszentrum des Grosskonzerns Nestlé dient. Nestlé ist Gastgeber dieser Veranstaltung, die unter absolutem Ausschluss der Öffentlichkeit und Medien und unter strikter Geheimhaltung stattfindet. Zu den geladenen Gästen zählen die Topshots der Schweizer Wirtschaft, insbesondere der Pharmaindustrie und der Banken. Eingeladen sind auch Parlamentarier, die  mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den wirtschaftsfreundlichen Parteien der Mitte angehören. Dieser Umstand erstaunt nicht, war doch Alt-Bundesrat und FDP-Mitglied Kaspar Villiger, heute Verwaltungsratspräsident der UBS, lange Organisator dieses Treffens. Regelmässig ist auch der Bundesrat mit zwei Mitgliedern vertreten. Auf geistlichen Beistand wird ebenfalls nicht verzichtet, so dass jedes Jahr zwei hohe Vertreter der beiden Landeskirchen auf der Gästeliste stehen. Die NZZ stellt zwei Moderatoren aus der Wirtschaftredaktion. Über die zur Diskussion stehenden Themen ist wenig bis nichts bekannt, da sich die Gäste anscheinend unisono an das Gebot der Verschwiegenheit halten. So äusserte sich im Jahre 2010 ein von den Medien befragter Teilnehmer aus dem Parlament zu den Inhalten der Gespräche, dass diese nicht geheim sondern lediglich vertraulich seien!

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Hallo, ich bin neu hier!

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Hier werde ich Gedanken zu aktuellen Themen festhalten und versuchen, meine alte und fast eingerostete Leidenschaft für das Schreiben wieder zu entfachen. Ich werde mich auf eine Viezahl vonThemen einlassen, seien es tagespolitsche, seien es philosophische oder fachspezifische.

[d.z]


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